Taekwondo an der Hardtschule

Durch Selbstverteidigung und Selbstbehauptung zur Kampfkunst- der Weg der Gewaltlosigkeit und Selbstfindung.
Seit dem Schuljahr 2006/2007 gibt es Taekwondo an der Hardtschule.
Unter der Leitung von REGINA SPEULTA (4.DAN Taekwondo , 2.DAN Modern ARNIS, Taekwondolehrerin im Schulsport,
Rehasportlizenz: ADHS, sportliche Leiterin des Vereins InNAE e.V. Frauenselbstverteidigung und Kampfkunst und Ausbilderin für Selbstverteidigungstrainerinnen)
findet das Taekwondotraining statt:

montags 12.20 – 13.20 Uhr für die 2. Klassen verbindlich und
dienstags 12.20 – 13.35 Uhr für die 3./4 Klassen freiwillig

Ziele der Selbstverteidigung

- Strategien erlernen
- Rollenkonditionierung, bewusst machen, erkennen und aufbrechen
- Verdinglichungstendenzen bewusst machen, erkennen und sich
  widersetzen
- das eigene Geschlecht in der Sprache wiederfinden
- Vermeiden von verletzender Aggression und Provokation in
  Sprache und Gestik
- Achtung zeigen und Verantwortung übernehmen

 

Ziele der Kampfkunst

- Erhöhung des Aktivitätsniveaus und der Gesamtmotivation
- Steigerung des Selbstwertgefühls und der Frustrationstoleranz
- Verbesserung des Sozialverhaltens und der sozialen Orientierung
- Affekte, Emotionen und Selbstbeherrschung besser kontrollieren
  lernen
- Steigerung der physischen und psychischen Belastungs- und Leistungsfähigkeit
- Verbesserung des psycho-physischen Gesamtbefindens

 

Inhalte des Projektes

Kinder spüren und wissen, wenn ihre Grenzen von anderen Menschen missachtet werden.
Gleichwohl ist das Achten der Grenzen anderer Menschen ein wesentliches Übungs -und Lernziel. Eine bedeutungsvolle Funktion im Training hat neben den verbalen Selbstverteidigungsstrategien auch der Einsatz des Körpers.
Es sind einfache und wirkungsvolle Körpertechniken, die erlernt werden, um sich selbstbewusster durchzusetzen und damit eigene Grenzen ziehen zu können.


Durch das Zusammenspiel von verbalen, nonverbalen (Gestik,Mimik) und körperlichen Handlungsmöglichkeiten erfahren Kinder, dass sie sehr wohl in der Lage sind, etwas für ihren Schutz und ihre Sicherheit tun zu können.
Im Budosport geht es zunächst um das Erreichen und im Anschluss daran um das vorsichtige Überwinden der eigenen Grenzen.
Die Kinder müssen erleben, dass sich dies für sie physisch, emotional und sozial lohnt.
Geschult werden psychomotorische Aspekte wie Ausdauer, Kräftigung, Dehnung, Atmung, Bewegung, Spannung und Entspannung.
Kognitive Inhalte sollen den Kindern helfen, natürliche Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und soziale Regeln (Dojang-Etikette) zu erlernen.
Im affektiven Bereich geht es darum, Selbstvertrauen und Ausgeglichenheit zu erlangen, sich tolerant und eigenverantwortlich zu verhalten.

  Die Kinder erfahren:
- vor allem den eigenen Körper
- ihr eigenes Bewegungsvermögen
- eigenes und fremdes Können
- Gruppenleistungen
- Rollenverhalten
- soziale Anpassung
- Kontakt und Kommunikation
- altersgemäße Gruppenbezüge


In Taekwondostunden kann differenziert und strukturiert auf Sensomotorik, Psychomotorik, physische Leistungen und motorische Eigenschaften eingegangen werden.
Ausdrucks- und Kommunikationsverhalten werden in der Übungsgruppe kurz, aber präzise thematisiert.
Letzteres kann wesentlich zur Wiedererlangung von Gemeinschaftsfähigkeit beitragen.
Trainerin, Lehrkräfte, und Schulsozialarbeiterin arbeiten zusammen, (stehen in Kommunikation) und sollte während des Schulalltags, im Training oder einer privaten Situation des Kindes ein offener Konflikt auftauchen, wird gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Unter anderen werden folgende Inhalte thematisiert:
- Gefühle
- Verletzendes Verhalten
- Sprache als Gewalt
- Diskriminierendes Verhalten
- Rollenbilder in unserer Gesellschaft
- Sexuelle/sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen
- Achtung und Respekt

Autorin: Elke Zarzalis
Kooperationslehrerin